Arten von Bundeswertpapieren

A-Typ und B-Typ

Welche Art soll man wählen?
(Foto: eyetronic - fotolia.de)

Bundeswertpapiere sind festverzinsliche Papiere, die von der Bundesrepublik Deutschland als Emittent begeben werden. Die hierdurch erzielten Einnahmen werden zur Finanzierung des Bundeshaushaltes genutzt.

Je nach Anlageziel und Anlagewunsch können Sparer auf eine Vielzahl unterschiedlicher Bundeswertpapiere zurückgreifen. Besonders beliebt sind dabei die Bundesschatzbriefe, die sowohl direkt bei der Finanzagentur GmbH wie auch bei jeder Bank oder Sparkasse angelegt werden können.

Die Anlage in Bundesschatzbriefen

Bundesschatzbriefe
Bundesschatzbriefe (Foto: Robert Kneschke - fotolia.de)

Bundesschatzbriefe sind Wertpapiere des Bundes, die eine gestaffelte Verzinsung aufweisen. Diese Verzinsung steigt während der sechs- bis siebenjährigen Laufzeit an. Bereits bei Abschluss der Bundesschatzbriefe wird die Verzinsung seitens der Bundesrepublik fest vereinbart und ist unveränderlich.

Da die Bundesrepublik Deutschland als bonitätsstarker Emittent angesehen wird, wird die Rückzahlung von Bundeswertpapieren als nicht gefährdet angesehen. Bundesschatzbriefe sind für viele Anleger, die mittelfristig und sicher investieren wollen, eine gute Alternative zu den Sparbriefen oder Termingeldern der Banken.

Die beiden Varianten der Bundesschatzbriefe

Bundesschatzbriefe werden in zwei Varianten ausgegeben. Dies ist zum einen der Typ A. Die Laufzeit des Bundesschatzbrief Typ A beträgt sechs Jahre. Die Zinszahlung erfolgt bei dieser Variante jährlich, so dass Anleger mit Ablauf des Anlagejahres über die Zinsen frei verfügen können. Auf Wunsch ist es auch möglich, die ausgezahlten Zinsen direkt wieder in einen neuen Bundesschatzbrief zu investieren, denn die Mindestanlage beträgt lediglich 50 Euro.

Die zweite Variante ist der Bundesschatzbrief Typ B. Er weist eine Laufzeit von sieben Jahren aus. Die Zinsen werden bei dieser Variante nicht jährlich ausgezahlt, sondern erst am Ende der Laufzeit werden Anlagebetrag und Zinsen an den Anleger zurückgezahlt. Hierdurch ergeben sich eine leicht höhere Verzinsung sowie ein Zinseszinseffekt.

Vorteile und Nachteile beider Varianten

Vorteile und Nachteile der Bundesschatzbriefe
Vorteile und Nachteile der Bundesschatzbriefe (Foto: Syda Productions - fotolia.de)

Viele Anleger entscheiden sich für den Bundesschatzbrief Typ A. Der Grund hierfür ist die jährliche Zinszahlung. Diese ist jährlich zu versteuern und kann damit meist problemlos über den vorhandenen Freistellungsauftrag abgedeckt werden. Beim Bundesschatzbrief Typ B hingegen ist der gesamte Zinsertrag bei Fälligkeit steuerpflichtig, so dass die Erträge nicht selten den Freistellungsauftrag übersteigen und versteuert werden müssen.

Der Bundesschatzbrief Typ B ist allerdings für Sparer interessant, deren Freibeträge bereits ausgeschöpft sind und die in wenigen Jahren in den Ruhestand eintreten. In diesen Fällen wird zwar ebenfalls Abgeltungssteuer berechnet, sofern der persönliche Steuersatz allerdings geringer ist, kann der Differenzbetrag vom Finanzamt erstattet werden.

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