Sparbrief

Wie funktioniert ein Sparbrief?

Funktion vom Sparbrief
(Foto: mhp - fotolia.de)

Sparbriefe werden als Namensschuldverschreibungen bezeichnet, denn sie werden auf den Namen der Anleger ausgestellt, wobei Anleger als Debitoren und Anbieter als Schuldner fungieren. Dafür verbrieft die Bank den Sparer, dass sie das geliehene bzw. angelegte Geld wie vereinbart von ihr zurückbekommen werden. Aus der Sicht der Anleger sind die Sparbriefe festverzinsliche Anlageprodukte.

Funktion

Nicht an der Börse handelbar
Nicht an der Börse handelbar (Foto: vege - fotolia.de)

Sparbriefe werden nicht an der Börse gehandelt, sondern können täglich direkt von der Bank spesenfrei gekauft werden: Zu den jeweils aktuellen Konditionen (Laufzeit bzw. Fälligkeit, Zinssatz und Zinszahlungstermine), die beim Erwerb verbrieft werden. Die Laufzeiten der Sparbriefe liegen zwischen einem und zehn Jahren. Die Zinssätze werden oft je nach Laufzeit und/oder Anlagebetrag gestaffelt.

Sicherheit

Der Sparbrief ist eine der sichersten Geldanlagen, zumal die Banken in Deutschland durch ihre Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken abgesichert und die Kundeneinlagen bei einer Bankinsolvenz geschützt sind. Seit Anfang 2011 gilt in Deutschland – wie im gesamten EU-Raum – die staatlich garantierte Einlagensicherung von bis 100.000 Euro pro Anleger.

Varianten

Nach Zinszahlungsterminen:

Es gibt ausschüttende Sparbriefe (jährliche Zinsgutschrift) und thesaurierende Sparbriefe (einmalige Zinsgutschrift bei Fälligkeit). Bei den thesaurierenden werden die Zinsen wieder angelegt, wobei dank Zinsenzinseffekt die Rendite erhöht wird: Je länger die Laufzeit, umso höher die erzielte Rendite. Erfolgen kann die jährliche Gutschrift entweder zum 31.12., oder immer an dem Datum, als der Sparbrief gekauft wurde (z.B. bei einem am 13. Februar gekauften Sparbrief jedes Jahr am 13. Februar).

Nach Verzinsungsarten:

Verbrieft werden Sparbriefe zum so genannten Nominalwert, z.B. 5000 Euro.

  • Die klassischen (aufgezinste) Sparbriefe werden zum Nennwert erworben. Der Anleger bezahlt 5000 Euro, bekommt bei Fälligkeit mehr als 5000 Euro, da die verbrieften Zinsen während der Laufzeit gesammelt, bei Fälligkeit zum Nominalwert addiert und gutgeschrieben werden.
  • Die so genannten abgezinste Sparbriefe werden zum Nennwert zurückgezahlt. Erworben werden sie zum unter dem Nominalwert liegenden Preis, weil die Zinsen für die gesamte Laufzeit vom Nennwert abgezogen werden. Bei Fälligkeit bekommt der Anleger exakt 5000 Euro.
Zahlreiche Varianten
Zahlreiche Varianten (Foto: Stauke - fotolia.de)

Vor- und Nachteile

Der Sparbrief ist absolut kostenlos, sehr sicher, beleihbar und unkompliziert (es ist weder ein extra Konto noch ein Depot nötig). Sparbriefe können allerdings nicht gekündigt oder vorzeitig zurückgezahlt werden. Notfalls können sie beliehen werden.

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