Wann ein Sparbrief sich lohnen kann

Sparbriefe als Anlageform durchgerechnet

Formen von Sparbriefen
(Foto: Yuri Arcurs - fotolia.de)

Ein Sparbrief ist eine Alternative zum Festgeld und ähnlich gestaltet. Eine feste Summe wird über einen bestimmten Zeitraum angelegt, die Zinsen werden festgeschrieben. Unter bestimmten Umständen bietet der Sparbrief einen entscheidenden Vorteil.

Die Formen von Sparbriefen

Es gibt verschiedene Sparbrief-Formen. Der sichere Sparbrief ist entweder als thesaurierende Anlage verfügbar, bei der die Zinsen am Jahresende dem Guthaben zugeschlagen werden, was in dieser Höhe im nächsten Jahr neu verzinst wird - hier macht sich der Zinseszinseffekt bemerkbar - oder als Anlage mit Zinsausschüttung, bei welcher der Kunde am Jahresende die Zinsen ausgezahlt bekommt. In jedem Fall ist die Anlage sehr sicher.

Unterschiede der Sparbriefe
Unterschiede der Sparbriefe (Foto: Marlee - fotolia.de)

Ein wesentlicher Unterschied ergibt sich bei der Vertragsgestaltung durch die Entscheidung zwischen auf- oder abgezinstem Sparbrief. Bei dem aufgezinsten Sparbrief werden die Zinsen der Anlagesumme zugeschlagen, unabhängig davon, was mit den Zinsen am Jahresende passiert (Auszahlung oder Thesaurierung).

Auf 1.000,- Euro Anlage kommt also der Zins. Betrüge dieser 4 Prozent, so hätte der Anleger die Wahl, sich am Ende des Jahres 40,- Euro auszahlen zu lassen oder zu thesaurieren, dann würden im kommenden Jahre 1040,- Euro mit 4 Prozent verzinst werden, was einen Ertrag von 41,60 Euro ergibt, im dritten Jahr würden 1081,60 verzinst werden, was einen Gesamtertrag von 1124,86 Euro ergibt. Gewinn bei dieser Form: 124,86 Euro.

Bei der abgezinsten Form zahlt der Anleger die Grundsumme ein, die nötig ist, um den Gewinn nach Ablauf des Sparbriefes zu erhalten. Er würde also 1.000,- Euro auf die Summe von 1124,86 Euro einzahlen.

Die Beleihung des Sparbriefes

Sparbrief beleihen
Sparbrief beleihen (Foto: pressmaster - fotolia.de)

Wenn der Sparbrief abgezinst abgeschlossen wird - es werden 1.000,- Euro gezahlt und thesauriert - ist die Endsumme beleihbar. Das wären 1124,86 Euro. Der Anleger kann auf diese Summe von Anfang an einen Kredit aufnehmen und den Sparbrief als Sicherheit hinterlegen. Durch den thesaurierenden Sparbrief verfügt er über ein Pfand, das mit der Höhe der Anlagesumme und der Laufzeit immer wertvoller wird.

Bei einer Anlagesumme von 10.000,- Euro, einer jährlichen Verzinsung von 4 Prozent und einer Laufzeit von 10 Jahren der thesaurierenden Anlage ergibt sich ein Zinsgewinn mit Zinseszinsen von insgesamt 4.802,43 Euro. Über diese Summe kann der Anleger von vornherein zusätzlich verfügen, wenn er 10.000,- Euro in den Sparbrief eingelegt hat.

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